• Dave

Gemeinsam zum Wort Gottes

Predigt am Nationalen Gebetstag am 1. August 2019 in Brugg


Das Wort steht am Anfang

«Am Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Und die Erde war wüst und leer und die Finsternis lag auf der Tiefe. Und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser. Und Gott sprach!» (Gen 1,1ff.)


Gott spricht!

Er ist kein stummer Götze! Er hat etwas zu sagen. Gott hat das erste Wort in der Geschichte der Menschheit. Und seine Worte lösen etwas aus. Aus dem Chaos entsteht Ordnung und Schönheit.

Ein König verändert das Land

Ich will euch die Geschichte eines Kindes erzählen (2. Könige 22). Im Alter von acht Jahren wird er König von Juda. Sein Vater und auch der Grossvater hatten das Volk als Könige tief in den Götzendienst geführt. Im ganzen Land haben sie Altäre für fremde Götzen erbaut. Das Kind wird älter, ein Teenager. Sein Name ist Josia. Er ist anders als seine Väter. Er möchte tun, was in Gottes Augen gut ist.

Eines Tages wird im Tempel das Gesetz von Mose gefunden. Josia bekommt es vorgelesen und zerreisst seine Kleider. Das Wort Gottes bewegt ihn persönlich. Dann lässt er das Buch vor dem gesamten Volk vorlesen. Das Volk schliesst einen neuen Bund mit Gott aufgrund des Gesetzes. Sie gehen gemeinsam zum Wort Gottes.


Damit ist die Geschichte noch nicht fertig. Sie sind nicht nur «betroffen». Sie sind dem Wort Gottes begegnet und jetzt handeln sie. Jetzt gehen sie hin und reinigen den Tempel von allen Götzen. Sie befreien das Land von den Altären und ihren Götzendienern. Josia macht dies, um (Zitat): «…die Worte des Gesetzes zu vollstrecken, die geschrieben standen in dem Buche…» (2 Kön 23,24). Josia, der Teenager-König, entdeckt das Wort Gottes neu. Und das Land wird verändert.

Junge Generation, wir müssen das Wort Gottes wiederentdecken. Es muss unsere Herzen nochmals neu berühren. Es muss nochmals alles auf den Kopf stellen, was wir über Gott zu wissen glauben. Es muss unser Handeln neu bestimmen.


Wir nehmen von der älteren Generation viel Segen mit, viel Gutes. Viel Vorarbeit. Aber auch Lasten und Sünden, die sie mit sich tragen. Altäre, die sie nicht heruntergerissen haben. Götzenbilder, die sie nicht zerstört haben. Kompromisse, die geschlossen wurden, mit denen wir nicht länger leben können.

Deshalb müssen wir zurück zum Wort Gottes.


Ältere Generation, wir lieben euch, wir danken euch für alles Gute, was ihr in unsere Leben gesät habt. Wir lehnen euch nicht ab, aber wir müssen zurück zum Wort Gottes. Wir müssen uns neu an Gottes Wort ausrichten. Das habt ihr auch gemacht. Aber es kann für uns etwas anderes bedeuten als für euch. Wir leben in einer anderen Zeit. Die Formen und Ausdrucksweisen können anders aussehen.


Bitte setzt uns dafür frei. Bitte segnet uns dafür! Bitte betet für uns, dass wir Altäre in unserem Leben herunterreissen können. Bitte betet für uns, dass wir zurück zum Wort Gottes gehen können.


Jesus ist das Wort Gottes

Was ist das Wort Gottes? Die Bibel. Aber es ist noch mehr als das. Das Wort Gottes ist eine Person:


«Am Anfang war das Wort. Und das Wort war bei Gott. Und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott.» Joh 1,1f.


Jesus Christus, der Sohn Gottes, er ist das Wort Gottes. Er ist die Antwort Gottes auf diese Welt. Und wenn wir gemeinsam zum Wort gehen, gehen wir gemeinsam zum Kreuz, gemeinsam zu Jesus Christus! Da geht es um eine Begegnung.


Die Götzen niederreissen

Und dann gehen wir hin und reissen mit dem Wort Gottes zusammen die Götzen nieder! Genau so wie Josia. Götzen sind topaktuell. Sie sind keine alten, längst vergessenen Gestalten. Vielleicht gibt es in deinem Leben einen Götzen. Ich will dir sagen, woran du einen Götzen erkennst. Denk doch gleich darüber nach, was auf dich zutreffen könnte: Du weisst, dass du einem Götzen auf der Spur bist, wenn es diese «Götzen-Struktur» in einem deiner Lebensbereiche gibt:

  1. Ein Götze fordert. Er fordert deine Zeit, du musst täglich mit ihm Zeit verbringen. Oder er fordert dein Geld, du musst in deinen Götzen investieren. Oder er fordert deine Hingabe, du musst ihm andere Lebensbereiche unterordnen. Deine Familie und Freunde müssen hintenanstehen. Kurz: Ein Götze fordert ein Opfer. Zu jedem Götzen gehört ein Altar, ein Ort, an dem du deine Gaben, deine Ressourcen hingibst.

  2. Ein Götze verspricht. Er verspricht dir Wohlergehen und Entspannung: «Es wird dir guttun» Er verspricht dir Kraft: «Es wird dich stärken» Er verspricht dir Schönheit oder Reichtum: «Du wirst in den Augen anderer Menschen besser dastehen.» Kurz: Ein Götze verspricht Segen.

  3. Du gibst ihm, was er fordert.

  4. Der Kreis schliesst sich. Der Götze fordert wieder. Und er fordert noch mehr.

Götzen können Gegenstände sein (dein Auto, dein Handy, dein Schmuck), Verhaltensweisen (dein Konsum, deine Sucht), sogar Beziehungen zu anderen Personen (deine Abhängigkeit, dein Gefallen-Wollen). Vielleicht gibt es Götzen in deinem Leben. Vielleicht hast du eine solche Struktur identifiziert. Das ist nicht schlimm, sondern gut! Denn jetzt machen wir es wie Josia – wir gehen gemeinsam zum Wort Gottes! Wir bringen unsere Götzen ans Kreuz.


Junge Generation, wir laden euch ein: kommt, wir gehen gemeinsam zum Kreuz. Sei es, um Schuld abzuladen. Sei es, um einfach mit Jesus zusammen zu sein. Wir wollen ihm begegnen. Gemeinsam zum Wort Gottes.

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